Osteroratorium und Johannes Passion

Wer die Hinweise zur Matthäuspassion verpasst hat, kann hier noch mal nachlesen: (die Hinweise zur Johannes Passion wollte ich gestern platzieren, aber es gab kaum Internet in unserem Haus, deswegen heute zu Ostern. Ostern nun die Auferstehung zum Thema hat, und weniger die Leidensgeschichte Jesu. Tatsächlich hat Bach ein Osteroratorium geschrieben, mit Pauken und Trompeten, aber auch schönen ruhigen und tragenden Passagen. Eine fast schon ansteckende Heiterkeit „Kommt, eilet und laufet, ihr flüchtigen Füße, Erreichet die Höhle, die Jesum bedeckt! Lachen und Scherzen Begleitet die Herzen, Denn unser Heil ist auferweckt.“ Zum Text. Und wer hören/sehen will (ist auch sonst ein ziemliches Gerassel und Geklimper auf der Aufnahme, find ich aber schon wieder sympathisch):

https://www.youtube-nocookie.com/embed/rVP7mU47doA

Ich möchte noch mal Bezug nehmen auf Die Johannes Passion. Sie zählt neben der doppelchörigen Matthäuspassion, dem Weihnachtsoratorium, dem Magnificat und der h-Moll Messe zu den großen Choralwerken der Leipziger Jahre Johann Sebastian Bachs. Was dieser Passion allerdings fehlt ist eine absolute Gestalt. Bach nahm wieder und wieder Änderungen vor, konzeptionell, im Detail. Die so entstandenen Fassungen lassen das Werk auch heute noch als eine der rätselhaftesten und zugleich faszinierendsten seiner Schöpfungen erscheinen. (Aus dem Booklet des Albums von Konrad Junghänel.)

Anerkannte Aufführung aus 2000 vom Bach Collegium Japan:

https://www.youtube-nocookie.com/embed/SiKgrevzT-g

Bach collegium Japan, Chor und Orchester des Bachcollegiums Japan, mit 50 Musikern und Musikerinnen, wie es zu Zeiten Bachs üblich war.

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

St John Passion, BWV 245 (1724)

Midori Suzuki, soprano
Robin Blaze, countertenor
Gerd Türk, tenor
Stephan MacLeod, bass baritone
Chiyuki Urano, bass

Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki, conductor

Japan, Tokyo, Suntory Hall in Tokyo, 2000

26091059z

Zu Inhalt und Werkgestalt und der verschiedenen Fassungen verweise ich unbedingt auf Wikipedia – „Die Texte der Arien sowie der Chöre in den Sätzen 1, 22 und 39 entstammen weder der Bibel noch überlieferten Kirchenliedern. Ihr Verfasser ist unbekannt und die Bach-Forschung geht davon aus, dass diese frei hinzugedichteten Texte nicht von einem einzigen Librettisten stammen. Insbesondere gibt es keine gesicherten Hinweise darauf, dass Bach selbst ihr Autor wäre“ Den gesamten Text gibt es hier.

Hier noch eine wunderbare Aufnahme, diesmal wieder ohne Chor, und doch so großartig:

https://www.youtube-nocookie.com/embed/i7HtIJjlJSc

Itay Jedlin – Conductor Maïlys de Villoutreys – Soprano Chantal Santon Jeffery – Soprano Lucile Richardot – Alto Leandro Marziotte – Alto Vincent Lièvre-Picard – Tenor David Munderloh – Tenor Stephen Collardelle – Tenor Nicolas Brooymans – Bass Tomáš Král – Bass Johann Sebastian Bach – BWV 245 „St. John Passion“ Recording from the „Festival d’Ambronay“, 2014

Für die Stereoanlage/das Wohnzimmer zu empfehlen:

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FonoForum: „Überhaupt profitiert die Einspielung des Cantus Cölln unter Konrad Junghänel von einer ganz natürlichen Expressivität. Eine so selbstverständliche Sprachformung – der auch das Orchester folgt – kann erst dann entstehen, wenn die barocke Klangrede allen Beteiligten längst in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das gilt für die dramatischen Chöre und kontemplativen Choräle (traumhaft: „In meines Herzens Grunde“) ebenso wie für die Arien und Hans Jörg Mammels Evangelistenbericht.“

Und somit allen Frohe OSTERN!

ps … ich kann mich im Netz kaum bewegen, ein einziges Gzucke und gGerucke, der Provider hat das noch nicht im Griff offenbar. Sucht wohl noch nach Süßigkeiten

 

 

4 Antworten auf „Osteroratorium und Johannes Passion

    1. ja beste Ostergrüße auch. Ich mach das Schreiben hier gerade per vpn über Firmennetz und habe also daheim immer noch keine DNS-Anfragen, und keinen Sound per Provider und will unbedingt fortsetzen mit Debussy, gestern nach einer halben Stunde war ich schon abgeschnitten wieder. Sowas. Ich soll wohl auch mehr besinnlichen. (analog nicht digital.)

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      1. Jawoll ja, alles wieder digital und i.O. Heute gehts trotzdem raus und dann zwinge ich uns „den Himmel für einen Dudelsack zu halten“ Aus dem Debussy Beitrag, zweite Stunde! ;o) Dir auch noch einen schönen Ostermontag!

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