Die Engführung der Ästhetisierung durch Perfektionierung – und mit ihr der Verlust ihrer Authentizität – du lebst fast zwangsläufig im perfekten Bild der eigenen Verspiegelung. Dem zu entgehen – hieße Ausstieg – der dich unumkehrbar verabschiedet aus dem Dunstkreis des Selbstwahns? Ich vermute schon, es ist leichter als ich zu denken erlaube. Die Räume sind schon jetzt immer gleich – unterschiedlich besehen: als voll oder leer. Als verstellt, dicht und chaotisch. Oder als gleichbleibend routiniert und bewegt. Dazwischen oder in ihnen die eigenen Räume entdecken, sehen, gestalten. Und sich verabschieden von dem Gedanken, dass all das in Zusammenhang steht – es steht in keinerlei Zusammenhang – außer dem eigenen.

Veröffentlicht von Clemens Verhooven

Bücher - Jazz - Filme