Was ist …

… eher nichts – wäre falsch. – Wenig ist begreifbar und davon genug. Das Internet gibt mir eher Verwirrspiele statt Konkretes – ich arbeite erfreut drei Romane ab – wäge sie gegeneinander ab, will meine Unrechtsstimme zähmen und wohlwollend sein. Habe auf der eigenen Seite zwei Bücher in Arbeit – will nicht erstaunt sein, sondern die Korrekturschablone hautnah und kompressbindend anlegen – spüre, wie in vielen Sätzen Luft ist, nicht nach oben, sondern abzulassen. Ausschweifungen reduzieren. Die Blasen aufstechen. Den Sprachfluss erhöhen – Blunatek steht nun in Konkurrenz zu War das verrückt – die Feststellung: Blunatek fiktional und satirisch, War das verrückt eher vom Kopf auf die Haut – weitere Feststellung: Du musst dich immer auch selbst absentieren, dich auf Abstand bringen, oder wie gelesen: einen Schritt zurücktreten: um zu sehen, wo du stehst. Soweit richtig – kaum einzuhalten, der Alltag ruft.

Zwischen den Zeiten ist nicht zwischen den Zeilen. Gib dir nicht zu viel Mühe, dich wiederzubeleben – nimm dein Jetztleben zum Anlass, dem Ernst darum seine Drohungen zu nehmen – leichter werden ist leicht gesagt – das Übergewicht der Welt hat sein eigenes längst satt. Das brauchst du niemandem mehr mitzuteilen, ohne Sprachwitz wird es zusätzlich belastend. Ganz der Vater: dem Rausch die Pointen zurückgeben, heiter, fröhlich, unbeschwert. Das Weltgewicht verleitet zur Melancholie, zum das Bessere Wünschen, zum Abschied nehmen. Dafür ist es wie immer zu früh.

Veröffentlicht von Clemens Verhooven

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