Lese: „der schwermütige Raum wurde in der Architektur entsorgt und das beweist einmal mehr, dass Architektur ohne Raum auskommt“ die Ausgangsthese lautet: wir kleben am Boden fest und haben daher keine Vorstellung von Raum

  • lese vom Vagen, von Gleichgewichtsstörungen, von Asymmetrien und Abkehr der Moderne.

Das Verständlichmachen komplexer Sachverhalte geht immer auf Kosten der Inhalte, es sei denn, man drückt sie verständlich aus, womit sich das verständlich Ausgedrückte trotzdem vom Inhalt entfernt.

Wenn der Raum also nicht erfahrbar sein soll woher kommt nun aber das Wort – Raum ist Hülle, Fülle, Leere, expressionistisch oder still – der Autor will mir wohl mitteilen, dass der Raum pathetisch sei – und da die Moderne die Religion abgeholt hat aus dem Mystischen, betreten die Menschen einen Leerraum, einen entsakralisierten – einen, den es nicht gibt – behauptet also, Raum und Religion und Staunen gehen Hand in Hand – der Autor negiert den Stilleraum – den Ruheraum – auch den Schlafraum gleich Traumraum – will konnotieren: die Moderne als raumtötend – es wird dunkel im Buch

Veröffentlicht von Clemens Verhooven

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